“Am Montag aus Brüssel wegbleiben”

Die drei großen belgischen Gewerkschaften haben für den kommenden Montag einen Generalstreik angekündigt. Dieser ist der Höhepunkt einer ganzen Serie von Protestaktionen gegen die Sparpläne der verschiedenen Regierungen im Lande. Der Generalstreik wird im ganzen Land aber vor allem in Brüssel erhebliche Verkehrsprobleme zur Folge haben.

Flughäfen

Alle belgischen Flughäfen werden ab Sonntagabend bestreikt. Die Fluglotsen legen 24 Stunden lang die Arbeit nieder. Am Brüsseler Flughafen in Zaventem, aber auch in Charleroi, Deurne, Ostende und Lüttich-Bierset landet und starte dann kein Flugzeug. Verschiedene Fluggesellschaften, allen voran Brussels Airlines, haben schon 600 Flüge gestrichen. Die Reiseveranstalter Jetairfly und Thomas Cook weichen auf Flughäfen in Frankreich und Holland aus.

Auch die Logistikunternehmen an den Flughäfen werden bestreikt. Betroffen ist auch der Frachtflughafen Brucargo in Zaventem.

Züge und öffentlicher Nahverkehr

Belgiens Bahn NMBS/SNCB geht davon aus, dass am Montag im ganzen Land die Züge stillstehen. Allen Bahnreisenden wird empfohlen, sich nach einer Alternative zu erkundigen.

Auch die drei öffentlichen Nahverkehrsgesellschaften De Lijn (Flandern), MIVB/STIP (Brüssel) und TEC (Wallonie) rechnen mit großen Problemen. Vermutlich fahren keine Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen.

Autoverkehr: Stau

Die Brüssel Polizei warnt vor einem deutlich höherem Verkehrsaufkommen am Montagmorgen mit noch längeren Staus als üblich. Allerdings kann auch das Gegenteil der Fall sein, weil viele Pendler sich wegen des Streiks vielleicht für Heimarbeit entscheiden oder einfach zuhause bleiben.

Trotzdem rät die Polizei, Brüssel am Montag nach Möglichkeit zu vermeiden, weil auch Straßenblockaden nicht auszuschließen sind. Es kann durchaus sein, dass Streikposten die Brüsseler Zufahrtswege und wichtige Kreuzungen blockieren.