Thibaut Courtois: Sportler des Jahres

Belgiens Nationaltorhüter Thibaut Courtois ist vonSportkollegen und Fachjournalisten zum Sportler des Jahres gekrönt worden. Courtois wird für sein hervorragendes Jahr bei Atlético Madrid, Chelsea und den Roten Teufeln ausgezeichnet. Überhaupt waren die Roten Teufel bei der diesjährigen Sportgala der große Absahner.

Thibaut Courtois ist nicht nur der allererste Fußballer, der je zum Sportler des Jahres gekrönt wurde. Mehr noch: In Belgien ist der Torwart sogar der erste Mannschaftssportler überhaupt, der die begehrte Trophäe erhält.

Ebenfalls für den Preis nominiert waren Tennisspieler David Goffin (22. Platz ATP) und Eisschnellläufer Bart Sw!ings.

Courtois (hier mit der Sportfrau des Jahres Nafi Thiam) dankte seinen Eltern, seiner Familie und seiner Freundin. 'Als Teamsportler brauche ich ein gutes Team, sonst kann ich keine Leistungen bringen", sagte Courtois bescheiden.

Mit Atlético Madrid gewann Courtois im vergangenen Jahr die spanische Meisterschaft und schaffte es ins Finale der Champions League. Bei der Fußball-WM zeigte der 26-Jährige, dass er zu den Stützpfeilern der belgischen Nationalelf gehört.

Rote Teufel sahnen ab

Überhaupt konnte die belgische Nationalelf auch in den Nebenkategorien überzeugen.

Die Trophäe für das beste Team ging ebenfalls an die Roten Teufel - zum zweiten Mal in Folge.

Und mit Divock Origi krönte die Jury auch einen Fußballer zum Sporttalent des Jahres. Der Stürmer von Lille (Frankreich) eroberte die Fans bei der WM in Brasilien im Nu und schoss das entscheidende Tor gegen Russland: "Mein persönlicher Höhepunkt des Jahres", sagte Origi anschließend.

Als bester Trainer durfte Nationalcoach Marc Wilmots schließlich die vierte Trophäe auf dieser Gala für die Roten Teufel entgegennehmen. Allerdings hatte Wilmots in diesem Jahr nur 3 Punkte Vorsprung vor Gert Vande Broek, Trainer der belgischen Volleyballfrauen.

Sportfrau des Jahres: Nafi Thiam

Erst 20 Jahre jung und dann eine Bronzemedaille im Siebenkampf: Diese Leistung brachte der belgischen Leichtathletin den Titel der Sportfrau des Jahres ein. Im November hatte Thiam bereits den "Gouden Spike" erhalten.

Sehr zum Verdruss einer anderen Anwärterin auf den Titel der Sportfrau des Jahres: Delfine Persoon, Weltmeisterin im Fliegengewicht beim Boxen. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Boxerin hatte Persoon auf diese Auszeichnung gehofft. Sie gönnte Thiam zwar den Preis, rechnete aber anschließend mit der Sportgala-Jury auf Facebook ab, die, so Persoon, nur Sportler aus den großen Sportdisziplinen kenne und also auszeichne.