Tanz und Barockmusik nicht mehr an der Munt

Die Einsparungen, die das belgische Opernhaus De Munt/La Monnaie durchführen muss, werden 16 Vollzeitstellen kosten sowie die gesamte Tanz- und Barockmusikprogrammation. Tanz war seit der Verpflichtung von Maurice Béjart und seinem Ballet du XXe siècle in den 60er Jahren ein fester Bestandteil an der Munt.
© Johan Jacobs

Die Sparmaßnahmen der rechtsliberalen Bundesregierung wirken sich auch auf die kulturellen Institutionen und insbesondere auf die Königliche Oper De Munt, den Palast der Schönen Künste BOZAR und auf das Nationalorchester aus.

An der Munt werden 16 Vollzeitstellen gestrichen und muss die Leitung 2015 mit 2,5 Millionen Euro weniger auskommen.

Es handelt sich dabei nicht um eine einmalige Einsparung, sondern um strukturelle Einschnitte bei mehreren Ausgabenposten (von den Gehältern über die Kantinenpreise bis zu den Produktionskosten).

In diesem Rahmen wurden die Tanz- und Barockmusikproduktionen ganz aus dem Programm genommen.

"Ohne Änderungen am Budget können wir diese Produktionen nicht mehr auf die Beine stellen", bedauert Peter de Caluwe, der Intendant. de Caluwe sprache vor einigen Wochen sogar von einem "kulturellen Black-out" als Folge der schweren Sparmaßnahmen.

Das renommierte Brüsseler Tanzensemble Rosas (Foto) und das Kaaitheater sprechen von einem Angriff auf das Brüsseler Tanzpublikum.

Herman Sorgeloos