Letzter verkaufsoffener Sonntag war ein Flop

Die belgischen Einzelhändler sind mit dem Ergebnis des letzten verkaufsoffenen Sonntags vor dem Weihnachtsfest nicht zufrieden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr blieben die Umsätze um rund 20 % unter den Erwartungen. Der Einzelhandelsverband Comeos hält diesen Umsatzrückgang denn auch für dramatisch.

Comeos registrierte bis 15 Uhr 30 am Sonntagnachmittag etwa 1,3 Mio. elektronische Zahlungsvorgänge. Das entspricht einem Wert, der 20 % unter dem des gleichen Tages im vergangenen Jahr. Lauf Comeos bestätigt dieser Umstand den Trend des gesamten zu Ende gehenden Jahres, denn seit Jahresanfang klagt der hiesige Einzelhandel über deutliche Umsatzrückgänge.

Für nicht wenige Geschäfte, die sich ein gutes Weihnachtsgeschäft zur Kompensierung der Verluste des laufendes Jahres erhofft haben, ist das Ergebnis denn auch dramatisch. Laut Comeos erzielen viele Händler bis zu einem Drittel ihres Gesamtumsatzes eines Jahres in der Weihnachtszeit. Allerdings sind in Belgien die Geschäfte zwischen dem verkaufsoffenen Sonntag und dem ersten Weihnachtstag noch drei Tage lang geöffnet. Das könnte noch etwas Entspannung bringen, vor allem für den Frisch- und Lebensmittelhandel.

Gründe für den „gefloppten“ letzten verkaufsoffenen Sonntag sieht der Einzelhandelsverband Comeos im stets stärker werdenden Trend hin zum Online-Shopping und in der Tatsache, dass am vergangenen Samstag einmal mehr für die Dauer einiger Stunden das Netzwerk für elektronische Bezahlungen ausgefallen war. Wie hoch der dadurch entstandene Schaden ist, muss noch berechnet werden. Vor fast genau einem Jahr war das elektronische Zahlungssystem in Belgien zur Weihnachtszeit schon einmal ausgefallen.