Allergien: die Epidemie des 21. Jahrhunderts?

Die Einnahme von Arneimitteln gegen Allergien ist 2005 um fast 70 % gestiegen. Das geht aus Zahlen der Nationalen Anstalt für die Kranken- und Invalidenversicherung hervor, die von der Epidemie des 21. Jahrhunderts spricht.

Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte externe Stoffe (die Allergene), u. a. Gräser- und Blütenpollen, Hausstaubmilben, Katzen- und Hundehaar, ...

Innerhalb von 8 Jahren ist die Anzahl der erstatteten Allergiearzneimittel von 108 Millionen auf 182 Millionen in 2013 - ein Plus von 68 % -  gestiegen.

Im Vergleich zu den 70er und 80er Jahren handelt es sich um eine gewaltige Steigerung, sagt Professor Didier Ebo des UZ Antwerpen in De Morgen. Jeder 4. hat irgendwann im Leben mit Allergien zu tun.

Warum Menschen stets häufiger Allergien entwickeln, ist nicht vollkommen geklärt. Der Kinderallergologin Margo Hagendorens (UZ Antwerpen) sagt, dass manche Allergien u. a. auf übertriebene Hygiene zurückführen.

Auch Umweltverschmutzung oder Nahrungsmittel können allergische Reaktionen verursachen, aber im Grunde haben wir die Ursachen für Allergien nicht hundertprozentig geklärt, so Hagendorens.

Experten wie Margo Hagendorens wollen, dass Allergien ernster genommen werden, denn sie beeinträchtigen die Lebensqualität. Genesung gibt es nicht, aber die Symptome können mit Medikamenten gelindert werden.