Lebenslänglich für Mord aus Schwulenhass

Auf dem Mordprozess in Lüttich hat der Richter drei Angeklagte des Mordes und einen Angeklagten des Todschlags für schuldig befunden worden, alle vier mit dem erschwerenden Motiv, dass ihr Hass auf Homosexuelle ausschlaggebend für die Tat war. Drei erhielten lebenslange Haft, der vierte wurde zu 30 Jahren Strafvollzug verurteilt.
Sophie Kip

Drei der vier Angeklagten auf dem Prozess sind des Mordes wegen ihres Hasses auf Homosexuelle für schuldig befunden worden. Der vierte Angeklagte wurde wegen Todschlags aus homofeindlichen Motiven angeklagt.

Ihsane Jarfi war im April 2012 nach dem Besuch einer Schwulenbar in das Auto der vier Verurteilten gestiegen. Am 1. Mai fand man ihn tot und schwer misshandelt in den Wäldern von Nandrin.

Die vier Männer hatten stets abgestritten, das Opfer aus Schwulenfeindlichkeit getötet zu haben.  Das Strafmaß steht noch aus.

Das Zentrum für Chancengleichheit hat als bürgerliche Partei bei diesem Prozess geklagt, da ein Mord, der aufgrund der sexuellen Neigungen geschieht, nicht nur gegen das Opfer selbst, sondern gegen die Werte dieser Gesellschaft gerichtet ist. "Diese Verbrechen erschüttern nicht nur die nächsten Angehörigen des Opfers, sondern auch alle homosexuellen Menschen", sagte Jozef De Witte, Direktor des Zentrums nach der Urteilsverkündigung.