Premier Michel will keine Vermögenssteuer

Der liberale belgische Premier Charles Michel hat am Montagmorgen im französischsprachigen Radio RTBF auf einen Vorschlag der französischsprachigen Sozialisten PS, eine Vermögenssteuer einzuführen, mit heftiger Kritik reagiert.

Die französischsprachigen Sozialisten wollen persönliches Vermögen, das größer als 1,12 Millionen Euro ist, mit einer Steuer belasten. Premier Michel stellt nun die Frage, warum die PS so einen Plan nicht in den vergangenen 25 Jahren durchgedrückt habe, als sie an der Macht war.

Der Premier warnt vor Kapitalflucht. Er halte die Steuer auf Immobilien jetzt schon aufgrund des Registrierungs- und Erbrechts für zu hoch, sagt Michel.

"Das bewegliche Kapital könnte von einem auf das andere Jahr aus dem Land verschwinden und wenn es weg ist, gibt es auch weniger Investitionen in Belgien. Das heißt, Immobiliengüter werden in Belgien mit den Registrierungs- und Erbrechten sehr schwer besteuert."

Der flämische Christdemokrat und Vizepremier Kris Peeters will den Gewinn auf große Vermögen besteuern. Er will bei der Steuerkontrolle im März Deutlichkeit in dieser Sache.