Gedenkveranstaltungen überall in Belgien

Seit Mittwochabend finden auch in Belgien Solidaritätsaktionen und Gedenkveranstaltungen für die Opfer des mörderischen Anschlags auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo statt. Unter den Todesopfern sind auch zwei Pariser Polizisten, worauf deren Kollegen in Brüssel eingingen.

Zwei der Todesopfer beim Anschlag auf die Charlie Hebdo-Redaktion am Mittwoch waren keine Journalisten oder Zeichner, sondern Polizeibeamte, die das Gebäude, in der sich die Redaktion des Satireblatts befindet, bewachen sollten. Um ihnen zu gedenken begaben sich die Kollegen der Brüsseler Innenstadtwache vor die Türe ihres Gebäudes, um eine Gedenkminute einzulegen.

Währenddessen kam es zu ähnlichen Veranstaltungen vor den Gebäuden des EU-Institutionen in Brüssel (Foto oben), wo dessen Vorsitzender, Martin Schulz, zu den Anwesenden sprach. Über die sozialen Medien verabredeten sich in der Universitätsstadt Louvain-La-Neuve in Wallonisch-Brabant hunderte Studenten, um den Opfern des Anschlags auf Charlie Hebdo zu gedenken.

In zahlreichen anderen Städten in Belgien, z.B. in den flämischen Metropolen Gent und Antwerpen kam es ebenfalls zu spontanen oder zu über Facebook oder Twitter verabredeten Treffen und Gedenkminuten. Überall zeigten Menschen Schilder mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ oder „Je suis Charlie Hebdo“, um sich solidarisch mit Journalisten, Cartoonisten und Satirikern zu zeigen.

Nicht zuletzt erhoben sich auch die Politiker in Bund und Ländern in Belgien in ihren Parlamenten von ihren Sitzen, um Schweigeminuten für die Opfer des brutalen Anschlags von Paris abzuhalten.