Terrorwarnstufe wird vorläufig nicht erhöht

Vorerst bleibt die Terrorwarnstufe in Belgien unverändert auf Niveau 2 auf einer Skala mit 4 Stufen. Nur in einigen Bereichen des Landes wurde die Terrorwarnstufe auf Niveau 3 erhöht. Dies gilt vor allem in Gegenden um wichtige jüdische Einrichtungen.

Die Warnstufe 3 um jüdische Einrichtungen herum wurde im Mai 2014 nach dem Attentat auf das Jüdische Museum im Stadtzentrum von Brüssel (Foto oben) eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt werden diese Einrichtungen schärfer bewacht.

Doch jetzt, nach dem Terror, der Frankreich gerade heimsucht, zum Beispiel die Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt in Paris, kontrolliert die Polizei solche neuralgischen Punkte noch genauer als üblich. Sven Lommaert von der Antwerpener Polizei sagte am Freitagnachmittag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass die Polizeipatrouillen alarmiert sind:

„Das bedeutet, dass wir zusätzliche Patrouillen nach draußen schicken. Mehr Beamte werden bestimmten Zielen mehr Aufmerksamkeit widmen. Das bedeutet nicht, dass wir nur umherfahren, sondern dass wir öfter aussteigen um Dinge zu kontrollieren, die kontrolliert werden sollten oder müssen. Was wir aber nicht machen wollen, ist bestimmte Gebäude statisch zu bewachen.“

EU-Innenministertreffen am Sonntag in Paris

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat seine Amtskollegen aus der Europäischen Union und der USA für Sonntag zu einer Sitzung nach Paris eingeladen. Dabei wird auch Belgiens Innenminister Jan Jambon (N-VA) anwesend sein.

Die Innenminister der EU wollen Frankreich mit gemeinsamen Überlegungen zur jüngsten Terrordrohung für Europa auch ihre Solidarität bezeugen.

An der Sitzung wird auch der EU-Kommissar für Inlandangelegenheiten, der Grieche Dimitris Avramopoulos, teilnehmen und zudem der Belgier Gilles de Kerchove, der Anti-Terror-Koordinator der Europäischen Union.