Paris: Belgierin mit Kind überleben Geiselnahme

Unter den Geiseln, die am Freitag in Paris aus der Hand eines islamistischen Gewalttäters befreit werden konnten, war auch eine Belgierin mit ihrem kleinen Sohn. Sie überlebten laut Zeitungsberichten die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt, weil sie sich in einem Kühlraum versteckt hatten.

“Belgische Frau und Baby überleben die Hölle”, steht in Blockbuchstaben auf Titelseite der flämischen Zeitung ‚Het Laatste Nieuws‘. Die Zeitung zeigt auch ein Foto der Frau, wie sie nach der Beendigung der Geiselnahme mit ihrem Söhnchen aus dem jüdischen Supermarkt gebracht wird.

Die 24-Jährige wirkt mehr erleichtert als geschockt, ihr sechs Monate altes Baby hält sie auf dem Arm. Wie die Zeitung berichtet, sollen sich die beiden zusammen mit anderen in einem Kühlraum verschanzt haben. Vier Geiseln haben den Pariser Terrorangriff nicht überlebt.

53 Stunden nach ihrem Beginn mit einem blutigen Angriff auf Charlie Hebdo war die Terrorwelle in Frankreich am Freitagabend endlich beendet.

Solidaritätskundgebung

In Belgien ruft unterdessen eine Gruppe von engagierten Bürgern zu einer Solidaritätskundgebung auf. Unter den Organisatoren sind Bürger, Zeichner, Journalisten, Gewerkschaftler, Unternehmer, Mitglieder von Bürgerrechtsgruppen und Vertreter von demokratischen Parteien.

Mit dem Marsch will die Gruppe gegen Hass und für freie Meinungsäußerung demonstrieren. Treffpunkt ist Sonntag, 14:30 Uhr am Brüsseler Nordbahnhof.