„Europas Außengrenzen strenger kontrollieren“

Am Sonntagnachmittag werden in Paris bis zu eine Million Menschen zu einem Protestmarsch gegen Terror und Gewalt erwartet. Am Vormittag berieten sich elf Innenminister über die Sicherheitslage in Europa. Belgiens Innenminister Jan Jambon forderte im Vorfeld eine Ausweitung des Terrordatenaustauschs.

Die Ministerkonferenz, der auch der amerikanische Justizminister beiwohnte, forderte eine strengere Überwachung der europäischen Außengrenzen. Auch die Kontrolle des Internets soll verschärft werden.

Belgiens Innenminister Jan Jambon (Foto) schlug während des Anti-Terror-Treffens vor, den Austausch von Terrordaten zwischen den verschiedenen Ländern auszuweiten.

Jihadistenliste

Jambon hatte zuvor erklärt, es sei schockierend festzustellen, dass die Täter der Anschläge in Paris auf den amerikanischen und britischen Terrorlisten gestanden hätten, aber nicht auf den französischen. Deshalb sei ein wirksamer Informationsaustausch über potentielle Jihadisten notwendig, denn Terror kenne keine Grenzen, so Jambon.

Hunderttausende Menschen wollen am Sonntag in Paris gegen den Terror demonstrieren. An dem Protestmarsch werden sich zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs beteiligen, darunter auch Premier Charles Michel.

US-Justizminister Eric Holder kündigte während des informellen Gipfels in Paris an, am 18. Februar werde in der amerikanischen Hauptstadt Washington ein offizieller Terrorgipfel stattfinden. „Wir werden mit allen Alliierten zusammenkommen und besprechen, wie wir auf den gewalttätigen Extremismus auf der ganzen Welt reagieren können“, so Holder.