Brandstiftung Synagoge: Verdächtiger verhaftet

Nach einer Meldung der frankophonen Tageszeitung La Dernière Heure hat die Brüsseler Polizei bei einer Routinekontrolle einen 29 Jahre alten Mann festgenommen, der im Verdacht steht, für die Brandstiftung an der Synagoge von Anderlecht (Archivfoto) im September 2014 verantwortlich zu sein.

Der 29jährige war der Polizei bereits am Sonntag aufgefallen, als er in betrunkenem Zustand routinemäßig kontrolliert wurde. Bei der anschließenden Festnahme wurden dem Mann die Fingerabdrücke abgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass diese mit denen übereinstimmten, die die Ermittler nach der Brandstiftung im September 2014 an der Synagoge von Anderlecht gefunden hatten.

Jetzt wurde der Verdächtige der Staatsanwaltschaft von Brüssel übergeben, die seine Verhaftung anordnete. Gegen den Mann wird wegen vorsätzlicher nächtlicher Brandstiftung eines bewohnten Gebäudes ermittelt.

Während der Brandstiftung - das Feuer war am frühen Morgen des 16. Septembers 2014 auf der zweiten Etage des Gebäudes ausgebrochen - befanden sich die Hausmeisterin und deren zwei Kinder in ihrer dort liegenden Wohnung. Sie erlitten damals aber nur leichte Rauchvergiftungen. Der Brand richtete damals große Schäden an. Die Polizei ging seinerzeit nicht von einem terroristischen Anschlag aus.