Malanda-Unfall: Polizei ermittelt gegen den Fahrer

Nach Meldungen verschiedener belgischer und deutscher Tageszeitungen ermittelt die Polizei nach dem Verkehrsunfall, bei dem der belgische U-21-Nationalspieler und VfL Wolfsburg-Mittelfeldspieler Junior Malanda ums Leben kam, gegen den Fahrer des Wagens wegen fahrlässiger Tötung.

Malanda war am Samstag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A2 in der Nähe von Porta Westfalica ums Leben gekommen. Das Unfallfahrzeug war auf nasser Fahrbahn bei zugelassenen 80 km/h mit über 200 km/h ins Schleudern gekommen und hatte sich mehrmals überschlagen. Dabei wurde der auf dem Rücksitz schlafende Junior Malanda aus dem Wagen geschleudert und war sofort tot. Die beiden anderen Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon und konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Malanda sei nicht angeschnallt gewesen, wie die niedersächsische Polizei jetzt bestätigte. Die beiden anderen Insassen offenbar wohl, andernfalls wären sie schwerer verletzt gewesen.

Inzwischen ermittelt die Polizei gegen den Fahrer des VfL Wolfsburg-eigenen VW Touareg - eines der Fahrzeuge, die den Spielern vom Hauptsponsor Volkswagen zur Verfügung gestellt werden. Zunächst hatte es geheißen, dass der Fahrer des Wagens, Anthony D’Alberto - Nachwuchsspieler des belgischen Rekordmeisters RSC Anderlecht - keinen Führerschein habe. Doch die Polizei teilte mit, dass der junge Fußballer eine Fahrerlaubnis besitzt. Gegen ihn ermittelt die niedersächsische Polizei wegen fahrlässiger Tötung.

Die dritte Person, die in dem Unfallwagen gesessen hatte, war der frühere belgische U-19-Nationalspieler Kevin Jordan Atheba (Ex-Standard Lüttich II und heute ohne Verein).

Die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws meldete am Dienstag, dass die drei Fußballer offenbar sehr gerne schnell mit dem Auto unterwegs waren. So sei der VW Touareg gleich mehrmals mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h geblitzt worden. Noch am Samstag hätten die drei Insassen des späteren Unfallwagens noch Fotos per Handy verschickt, auf denen die Tachonadel des Wagens auf mehr als 200 km/h zeigte…