EU-Gebäude verschärft kontrolliert

Einen Tag nach der Vereitelung von Terroranschlägen in Belgien und der Erhöhung der Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau des Landes haben in Brüssel auch die europäischen Einrichtungen ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft.
BELGA/GERON

Sowohl bei der EU-Kommission als auch beim Rat der Europäischen Union wird der Eingang strenger überwacht. 

Am Eingang des Berlaymontgebäudes, in dem unter anderem der EU-Kommissionspräsident sitzt, stehen Warnschilder mit der Information, dass die Alarmstufe "gelb" in Kraft sei. 

Das Gepäck und die Taschen der Besucher werden genauer als sonst durchsucht und das, noch bevor die Beamte das Gebäude betreten.

Ohne speziellen EU-Ausweis, also den EU-Badge, kommt niemand mehr in das Gebäude. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden alle Besucher kontrolliert. Im Justus Lipsius-Gebäude, in dem der Rat der EU untergebracht ist, werden Taschen wie üblich durch den Scanner geschoben, aber jeder muss im Gegensatz zu früher seinen Badge nun schon vor dem Eingang vorzeigen.

Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, dass die Einrichtungen "in permanentem Kontakt zu den belgischen Behörden" stünden. "Wir wissen nichts über konkrete Drohungen gegen die europäischen Einrichtungen", aber nach der Erhöhung der Terrorwarnstufe in Belgien "haben auch wir entschieden, unsere Alarmstufe zu erhöhen." Die Sprecherin betonte noch, dass es sich um reine Vorsichtsmaßnahmen handele.