In Verviers Verhafteter möglicherweise kein Terrorist

Der Mann, der am gestrigen Donnerstag in Verviers im Osten Belgiens bei einem Anti-Terroreinsatz verhaftet wurde, bestreitet, ein Terrorist zu sein oder Anschläge geplant zu haben. Der Untersuchungsrichter hat ihn dennoch unter Arrest gestellt, meldet der Anwalt des Verdächtigen.

Der Mann war beim Anti-Terroreinsatz vom Donnerstagabend in dem Gebäude in Verviers anwesend, das von der Polizei gestürmt wurde. Es war zu einem Schusswechsel zwischen der Polizei und den mutmaßlichen Terroristen im Haus gekommen. Dabei wurden zwei mutmaßliche Terroristen tödlich getroffen. Laut der belgischen Staatsanwaltschaft hatte sich die dritte Person während der Schüsse versteckt.

In dem Gebäude wurden unter anderem vier Kriegswaffen, vier Handfeuerwaffen, Munition, Sprengstoff und Poizeiuniforme beschlagnahmt, aber auch jede Menge belastende Dokumente.

Keine Vorstrafen

Dem Anwalt des dritten Verdächtigen in Verviers zufolge sei der Mann nie in Syrien gewesen und habe er auch keinerlei Vorstrafen.

Der Mann selbst streitet zudem jegliche Verbindung zum Terrorismus ab. Er betont, dass er keine Anschläge geplant habe.

Der Untersuchungsrichter Panou, der die Ermittlungen im Falle der Terrorzelle leitet, stellte am heutigen Freitag dennoch einen Haftbefehl aus. Der Mann wird verdächtigt, Mitglied in einer terroristischen Gruppierung gewesen zu sein. Außerdem wird ihm der Besitz von Sprengstoff mit der Absicht der Ausübung eines Anschlags, verbotener Waffenbesitz, Widerstand mit Waffengewalt und Gewaltandrohung vorgeworfen. Er muss nun innerhalb  von fünf Tagen vor Gericht erscheinen.