Griechen demonstrieren gegen "europäische Erpressung"

In Brüssel demonstrieren rund 300 Menschen gegen die, wie sie es nennen, europäische Erpressung Griechenlands. Veranstalter der Demonstration ist die französischsprachige christliche Gewerkschaft und mehrere linksgerichtete Organisationen.

Die Demonstranten kritisieren die Einmischung Europas in die griechischen Wahlen am Sonntag nächste Woche.

Derzeit liegt die linksradikale Partei Syriza in den Umfragen vorne. Die Partei ist gegen die europäischen Reform- und Sparpläne.

Die Demonstranten beschuldigen Europa, Druck auf Griechenland auszuüben, damit die Griechen nicht für Syriza und andere linke Parteien stimmen.

Am 25. Januar finden in Griechenland vorgezogene Parlamentswahlen statt. Das bisherige Parlament war Ende Dezember daran gescheitert, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der Verfassung folgend ist das Parlament daraufhin aufgelöst worden.

Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten nach der gescheiterten Präsidentschaftswahl bekannt gegeben, dass zunächst keine weiteren Notkredite an Griechenland ausgezahlt würden. Man wolle warten, bis eine neue Regierung gebildet sei, hieß es beim IWF.