Terror: Doch ein Link nach Griechenland

Einer der beiden Verdächtigen, die am Wochenende in der griechischen Hauptstadt festgenommen wurden, hat entgegen einiger Meldungen von Sonntag offenbar sehr wohl eine Verbindung zur in der vergangenen Woche in Belgien ausgehobenen islamistischen Terrorgruppe, wie die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Montag erklärte.

Eric Van der Sypt, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, sagte am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass eine gründliche Analyse der Ermittlungsergebnisse, die der Staatsanwaltschaft vorliegen, doch einen Link zu den Ereignissen in Belgien ergab:

„Wir haben in der Tat Grund genug zu glauben, dass eine der beiden von den griechischen Behörden festgenommenen Personen sehr wohl in die Ereignisse in Belgien mit einbezogen waren. Aus diesem Grund werden wir denn auch die Auslieferung dieser Person beantragen. Wir können inzwischen auch bestätigen, dass wir nach einigen Personen in Griechenland suchen und dass wir deshalb eng mit den dortigen Behörden zusammenarbeiten.“

Brüder?

VRT-Griechenland-Korrespondent Bruno Tersago gab am Sonntagabend an, dass die griechischen Medien noch immer von vier in Zusammenhang mit Belgien in Athen verhafteten Personen sprechen.

Einer dieser Verdächtigen - der Mann, von dem die Bundesstaatsanwalt spricht - habe offenbar SMS-Nachrichten zum Bruder von einem der beiden am Donnerstag in Verviers von der belgischen Polizei erschossenen mutmaßlichen Terroristen gesendet, so Tersago. Die beiden Betroffenen sind offenbar Brüder.