Beamtengewerkschaften: Demo beim Rentenminister

Mehr als 1.000 Mitglieder der Beamtengewerkschaften haben am Mittwochmorgen vor dem Kabinett des belgischen Pensionsministers Damien Bacquelaine (MR) demonstriert. Die Beamten fordern dringend Gespräche über die Rentenreform und über die geplanten Einsparungen der belgischen Mitte-Rechts-Regierung.

Am späten Vormittag traf sich eine Delegation der protestierenden Gewerkschaften mit Pensionsminister Bacquelaine (kl. Foto) zu einem kurzen Gespräch. Die flämischen Beamtengewerkschaften sagten in einer gemeinsam auf den Weg gegebenen Pressemitteilung: „Konkret fordern wir, dass die Regierung Rechnung mit unseren berechtigten Argumenten trägt, um bestimmte Maßnahmen aus dem Koalitionsabkommen der Bundesregierung anzupassen, zurückzuschrauben oder zu streichen.“

Die frankophone sozialistische Beamtengewerkschaft CGSP ließ inzwischen wissen, dass sie Aktionen vorbereite, ohne die Resultate des derzeit verhandelten Manteltarifabkommens abwarten zu wollen. Die meisten anderen Gewerkschaften warten den Ablauf dieser Verhandlungen und wollen erst Ende Januar reagieren.

Chris Reniers von der sozialistischen Beamtengewerkschaft ACOD sagte gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass man Lösungen für eine ganze Reihe von Problemen einfordere: „Der Abbau der öffentlichen Dienstleistung, die Unterfinanzierung der Behörden, allgemeiner Personalabbau… Wir haben auf diesen Ebenen echte Probleme und auch auf Ebene der staatlichen Pensionen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass wir nicht wirklich mit unseren Arbeitgebern, das sind die verschiedenen regionalen Regierungen in diesem Land und oben an die Bundesregierung, an einem Tisch sitzen können, um zu verhandeln.“