Van Hool baut Wasserstoff -Busse für Europa

Der traditionsreiche flämische Busherstellerer Van Hool aus Koningshooikt (Prov. Antwerpen) hat einen Auftrag für ein interessantes Projekt an Land gezogen. Van Hool wird für gleich mehrere Städte insgesamt 21 Wasserstoff-Busse bauen. Das Projekt wird mit EU-Mitteln finanziert.

Mit Wasserstoff betriebene Busse stoßen keine Schadstoffe, wie CO2 oder Feinstaub aus und sind dadurch besonders umweltfreundlich. Für die Fahrzeuge von Van Hool interessieren sich bereits europäische Metropolen, wie Rom, Rotterdam, Cherbourg oder London. Dorthin wird der Hersteller auch diese Busse liefern. Drei der insgesamt 21 zu bauenden Wasserstoff-Busse werden aber für die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn produziert, die bereits einige ähnliche Busse älterer Generation in Dienst gestellt hat (Archivfoto oben).

Die Herstellung von mit Wasserstoff betriebenen Bussen ist derzeit noch sehr teuer, zumal die Entwicklung dieser Antriebsart Unsummen verschlingt. Aus diesem Grund sorgt die Europäische Union für eine Teilfinanzierung dieses Projekts. Die EU fördert derzeit mehrere Projekte im Zuge ihrer "3Emotion"-Kampagne mit der die Europäische Kommission Schritte in Richtung eines völlig Schadstoff-neutralen öffentlichen Nahverkehrs unternimmt.

Von den 41,8 Mio. €, die das Van Hool-Projekt mit dem Bau von 21 Waserstoff-Bussen veranschlagt, finanziert die EU denn auch 15 Mio. €. Den Rest finanzieren jeweils die Regionen oder Teilstaaten, für die diese Fahrzeuge vorgesehen sind.

Interessantes Detail: Mit Wasserstoff betriebene Busse sind völlig geräuschlos, denn ihr Antrieb macht keinen Lärm. Um Fußgänger oder Radfahrer in den Innenstädten akustisch zu warnen, werden die Van Hool-Busse mit elektronischen Warnglocken versehen, wie sie auch Straßenbahnen nutzen.

Nicolas Maeterlinck