Aquafin: "Es wird zu viel Müll ins WC geworfen!"

Die flämische Wasseraufbereitungs-Gesellschaft Aquafin schlägt Alarm: Die Haushalte werfen zu viele Dinge in die Toilette, die dort nicht hineingehören. Aquafin fordert jetzt eine gesetzliche Regelung, die bestimmen soll, was Toiletten mit wegspülen dürfen und was nicht.

Nach Feststellungen von Aquafin findet sich im Abwasser der flämischen Haushalte zu viel Abfall, der dort nicht hingehört. Dabei handelt es sich in erster Linie um nicht abbaubare leere WC-Papierrollen, um feuchte Tücher und um Windeln, die aus Material hergestellt wurden, dass sich nicht biologisch abbaut bzw. das sich nicht im Wasser auflöst. Diese und andere Dinge verstopfen Abwasserkanäle, richten Schäden an Kläranlagen an und belasten so die Umwelt und den Auftrag der Wasseraufbereitungs-Gesellschaft.

Zwar würden die Hersteller von Hygieneprodukten immer mehr Waren anbieten, die abbaubar seien, doch nach Ansicht von Aquafin-Sprecherin Sabine Schellens ist das in der Praxis nicht immer wirklich auch der Fall: „Nicht jedes als abbaubar angepriesene WC-Röllchen oder Toilettentüchlein löst sich auch wirklich im Wasser auf. Diese Dinge verkleben sich zu Klumpen, die z.B. die Schrauben der Abwasserpumpen blockieren.“

Monatlich müsse Aquafin einiges an Haushaltsmitteln aufwenden, um solche Schäden zu beheben oder um verstopfte Abwasserrohre zu reinigen. Darum fordert die flämische Wasseraufbereitungs-Gesellschaft eine gesetzliche Regelung zu dem, was mit der Toilette abgespült werden darf und was nicht: „Wir untersuchen derzeit welchen Bedingungen ein Produkt entsprechen muss, um echt abbaubar zu sein. Diese Resultate können danach in einen Königlichen Erlass eingebracht werden, mit dem gesetzlich bestimmt wird, welches Produkt das Logo „Abbaubar“ tragen darf und welches nicht.“