Belgiens Wirtschaft lässt Weltbank-Millionen liegen

Die belgische Unternehmenswelt verzichtet auf viele Millionen Euro, die unser Land jährlich an die Weltbank überweist. Die Unternehmen könnten von diesem Geld eigentlich profitieren, in dem sie Projekte im Bereich Entwicklungshilfe bezuschussen lassen. Doch nur ein Bruchteil von dem, was Belgien einzahlt, fließt auch wieder ins Land zurück.

Jährlich zahlt Belgien rund 220 Mio. € in die Weltbank ein, doch nur knapp 36 Mio. € daraus fließen im Nachhinein über Aufträge im Bereich Entwicklungshilfe auch wieder ins Land zurück. Im Wirtschaftsjargon nennt man so etwas ein schlechtes Maß an „return of investment“.

Diese Zahlen gab Bundesfinanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) auf parlamentarische Anfrage hin bekannt. Belgische Unternehmen kommen im Ranking der Weltbankkunden nur auf einen 40. Platz. Der Finanzminister gab dazu an, dass Entwicklungshilfe in vielen Ländern zu einer regelrechten Entwicklungsökonomie geworden sei.

Während belgische Unternehmen auf Jahresbasis durchschnittlich nur etwa 36 Mio. € an entsprechenden Aufträgen über die Weltbank bezuschussen lassen, profitieren andere europäische Länder um ein Vielfaches von diesem Geld: Deutschland holt sich jährlich rund 260 Mio. € von der Weltbank zurück und Frankreich 240 Mio. €, wie die belgische Gratiszeitung Metro in ihrer niederländisch-sprachigen Ausgabe am Montag dazu meldet..