Mutmaßlicher Terrorist nach Belgien ausgeliefert

Der 33-jährige Algerier, der in Athen im Zuge der Ermittlungen nach der Islamistenzelle von Verviers und Brüssel festgenommen worden war, ist vergangene Nacht an Belgien ausgeliefert worden. Das meldet die französischsprachige Zeitung La Derniere Heure. Die belgische Staatsanwaltschaft hat dies inzwischen bestätigt.

Zunächst hatte man angenommen, dass der Mann nichts mit der Terrorzelle zu tun habe, aber später stellte sich heraus, dass es doch Hinweise auf Kontakte des Mannes zu den Terrorverdächtigen in Belgien gibt. 

Der Mann wird noch an diesem Donnerstag verhört und dem Haftrichter vorgeführt.

Omar D. wurde am Samstag, den 17. Januar, zwei Tage nachdem die belgische Polizei ein Gebäude in Verviers gestürmt hatte, zusammen mit einer zweiten Person in Athen festgenommen. 

Der Einsatz der belgischen Polizei richtete sich gegen eine Terrorzelle, die kurz davor gewesen sein soll, einen Anschlag gegen Polizisten und Polizeidienste hierzulande zu verüben.

Der Kopf hinter den Anschlagsplänen, Abdelhamid Abaaoud, hatte sich zum Zeitpunkt der Razzien vermutlich in Griechenland aufgehalten und von dort aus die Fäden gezogen. Er konnte sich den griechischen Polizeibeamten entziehen.

Von den beiden Männern, die in Griechenland festgenommen wurden, schien einer nichts mit den Taten zu tun zu haben, der andere, Omar D., soll mehrere Male von Athen aus mit einem mutmaßlichen Dschihadisten, der in einem belgischen Gefängnis sitzt, telefoniert haben. Der Verdächtige gab zu, die Telefondate mit dem Häftling in Belgien geführt zu haben. Er beteuert, er kenne den Häftling zwar, habe aber nichts mit Terrorismus zu tun. Omar D. war mit seiner Auslieferung einverstanden. Er will in Belgien seine Unschuld beweisen.