Premier nimmt König Philippe in Schutz

Premier Charles Michel (MR) hat in der Kammer auf die Kritik am Besuch von König Philippe in Saudi-Arabien anläßlich des Todes von König Abdullah reagiert. Michel nahm den König in Schutz und verteidigte dessen Anwesenheit beim saudischen Fürsten Abdullah. Er halte es für wichtig, Kontakte zu Saudi-Arabien zu pflegen. Das sei ein Weg, um die Menschenrechte anzusprechen.

Dass König Philippe letzen Monat bei der Beerdigung in Riad war, lockte harrsche Kritik auf den Oppositionsbänken in der Kammer hervor. Wouter De Vriendt von den Grünen Groen sprach von öffentlichen Enthauptungen, der Schändung von Menschenrechten der Frauen und den 1.000 Stockschlägen eines Bloggers. König Philippe und die Regierung legitimierten hiermit ein Schurkenregime.

Der flämische Sozialist (SP.A) Van der Maelen zitierte aus der Regierungserklärung. Belgien werde in seinen bilateralen Beziehungen stets auf die Einhaltung der Menschenrechte seiner Partner achten. " Premier, ist das ein Papierfetzen?"

Premier Michel wies daraufhin, dass die Präsidenten Obama und Hollande auch auf dem Begräbnis waren. Weiter diplomatische Kontakte zu pflegen, sei laut des Premiers am besten.

"Wir brauchen einen Weg, um die Menschenrechte zu verteidigen und das ist eine Chance, unsere Ansichten zu verteidigen. Es ist natürlich eine Frage der Wirksamkeit."