Mann mit Waffe und Kettensäge im Europaviertel verhaftet

Ein Mann, der anläßlich eines Bombenalarms am Europäischen Parlament, am Montagmorgen festgenommen wurde, ist ein 32-jähriger Slowake. In seinem Auto wurden eine Feuerwaffe und eine Kettensäge gefunden, aber kein Sprengstoff. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat die Festnahme bestätigt und will, dass der Mann in Haft bleibt, weil er mit einem Anschlag gedroht habe.

Der Mann war in Tarnkleidung herumgelaufen und hatte gesagt, dass er den Europäischen Präsidenten treffen wolle. Er wird noch an diesem Montagabend dem Untersuchungsrichter vorgeführt.

Der Slowake war an diesem Montagmorgen gegen 7.30 Uhr in der Nähe des Europäischen Parlaments aufgefallen. Er hatte sich verdächtig benommen.

"Vor dem Hintergrund der erhöhten Terrorwarnstufe in Belgien wurde der Mann festgenommen und verhört", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine Van Wymersch. Er habe sich aber zu keinem Zeitpunkt aggressiv verhalten. "Bei dem Man wurden auch Schlüsel von seinem Fahrzeug gefunden, das in der Nähe des Parlaments geparkt war. Da man nicht genau wusste, was der Mann eigentlich wollte, hatte man eine Sicherheitszone um ihn herum eingerichtet. Verschiedene Bürogebäude in der Nähe des EP wurden evakuiert und der Verkehr umgeleitet."

Sprengstoff hat der Minenräumdienst nicht bei ihm gefunden. Im Auto fand man jedoch eine Feuerwaffe und eine Kettensäge. Beim Polizeiverhör wollte der Slowake jedoch keine Aussage machen.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft will, dass der Mann wegen Androhung eines Anschlags und verbotenen Waffenbesitzes in Haft bleibt und ihn noch an diesem Montagabend vor den Untersuchungsrichter bringen.

Bombenalarm am Justizpalast

An diesem Montag hat es auch einen Bombenalarm am Justizpalast gegeben. Der Minenaufräumdienst war vor Ort und untersuchte ein weißes Fahrzeug nach Sprengstoff. Es wurde aber kein Sprengstoff gefunden.

Aus Sicherheitsgründen wurde die belgische Staatsanwaltschaft vorübergehend evakuiert und der Verkehr auf dem Platz davor unterbrochen.