Schule schlägt Facebook-Alarm

Das freie technische Institut VTI in Aalst hat zwei Schüler bei der Polizei angezeigt, weil diese auf Facebook die Terrorgruppe IS gepriesen haben. Katrien De Feyter vom Zentrum für Schülerbegleitung (CLB) in Aalst sagt, dass es hierfür genaue Absprachen mit der Polizei gebe.

"In Aalst wurden Vereinbarungen getroffen, dass das alle Schulen machen, weil es bei der Polizei in Aalst eine Sonderabteilung gibt, die vor allem auf die Kommunikation mit den betreffenden Schülern setzt. Ziel ist, bei dem Ganzen sehr diskret vorzugehen und mit den Schülern dann auch ein Gespräch zu führen."

Der Bürgermeister von Aalst, Christophe D'Haese (Foto), unterstreicht, dass er die Aufregung, die danach in Zusammenhang mit dem Durchsuchen von Schüler-Facebookprofilen durch Lehrer entstand, nicht verstehe.

Er hält das für eine Form der sozialen Kontrolle, die zulässig sei: "Vor dem Hintergrund des heutigen Klimas ist das absolut notwendig. Es kommt darauf an, dass Jugendliche, die ein abweichendes und radikalisierendes Verhalten an den Tag legen, so schnell wie möglich aufgespürt werden können."

"Die Eltern, die Schule, und die Polizei spielen eine wichtige  Rolle dabei."

Offizielle Entschuldigung

Unterdessen hat sich die Schule VTI in Aalst offiziell in einem Pressebericht für die Anzeige der Schüler bei der Polizei entschuldigt.

"Wir hätten, wie wir das bei anderen Anlässen auch machen, zunächst ein Gespräch mit den Schülern führen müssen", betont die Schule in Aalst in der Pressemitteilung.