Flugrouten bringen Brüsseler zur Verzweiflung

Die Flugrouten über Brüssel haben im vergangen Jahr für viel Ärger gesorgt. 89.500 Bürger haben gegen die Lärmbelästigung aufgrund des intensiven Flugverkehrs über der belgischen Hauptstadt Klage erhoben. Das schreiben die Zeitungen De Tijd und L'Echo.

Die Klagen kommen vor allem aus den Gemeinden, die von der Flugroutenänderung durch den Plan des ehemaligen Staatssekretärs für Verkehr, Melchior Wathelet (CDH), betroffen waren wie Sint-Pieters-Woluwe, Oudergem, Watermaal-Bosvoorde, Schaarbeek, Ukkel und Etterbeek.

Die neue Regierung hat inzwischen einen Aufschub des Plans beschlossen. Damit ist die Situation wieder die gleiche wie vor dem 6. Februar 2014.

Die Brüsseler Regierung hat zwei mobile Lärmmessgeräte an zwei verschiedenen strategischen Orten installiert. Mit deren Hilfe sollen die Auswirkungen des Aufschubs des Plans besser eingeschätzt werden können.

Das Kabinett von Verkehrsministerin Jacqueline Galant arbeitet zudem an der Einrichtung eines unabhängigen Kontrollorgans für Lärmbelästigung, die durch Flüge von Zaventem verursacht werden.