Hells Angel: 30 Jahre Haft wegen Totschlag

Im Hells-Angels-Prozess in Tongeren haben die Geschworenen ein 40-jähriges Mitglied der Motorradbande Hells Angels des dreifachen Totschlags für schuldig befunden. Sie hielten die Beweise für den im Jahr 2011 begangenen Totschlag an zwei Bandenmitgliedern der rivalisierenden Motorbande Outlaws und einem Sympathisanten der Outlaws für ausreichend. Der 40-Jährige hatte die drei erschossen.
Foto Kurt bvba

Nach knapp vier Prozesswochen haben die Geschworenen ihr Urteil gefällt: Werkstattbesitzer und Hells-Angels-Anhänger Ali I wird des Totschlags für schuldig befunden.

Bis zum Ende hat der Angeklagte den Totschlag geleugnet. Die Geschworenen haben ihm jedoch nicht geglaubt.

So ist auf einer der Patronen eine dominante DNA-Spur des Verurteilten gefunden worden. Außerdem schienen auch die Aussagen eines Kronzeugen ausschlaggebend beim Prozess. Der Ex-Mitarbeiter war einer der wenigen Zeugen, die sprechen durften.

Die Staatsanwaltschaft forderte 30 Jahre Haft für den Hells Angel. Das Gericht ist der Forderung der Staatsanwaltschaft nachgekommen und hat den Mann zur Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Mildernde Umstände wurden nicht vom Gericht gewährt.

Der Richter informierte Ali I darüber, dass dieser nun 30 Tage Zeit habe, um gegen das Urteil in Berufung zu gehen.