Das Gaststättengewerbe soll entlastet werden

Die belgische Bundesregierung will den Betreibern von Hotels, Restaurants und Gaststätten ermöglichen, die Auszahlung von Überstunden ihres Personals finanziell zu erleichtern. Damit will die den Druck aus der Diskussion um die verpflichtete Einführung der neuen Registrierkassen herausnehmen.

Die ab dem kommenden Jahr verpflichtete Nutzung der neuen Registrierkassen, die in Belgien wegen des Kampfes gegen die Schwarzarbeit im Gaststättengewerbe auch „Weiße Kassen“ genannt werden, sorgt bei den Wirten im Land für Unmut.

Im Sektor ist man der Ansicht, dass man durch die hohen Abgaben an den Staat ohne Schwarzarbeit nicht überleben könne. Proteste und Demonstrationen der Gaststättenbetreiber haben jetzt ein Einlenken bewirkt.

Die Regierung will den Wirten entgegenkommen, in dem sie eventuell entstehende Verluste durch eine Senkung bestimmter Abgaben ermöglicht. Das sind zunächst einmal eine Senkung der Angaben auf die Auszahlung von Überstunden und Steuererleichterungen bei der Anstellung von Gelegenheitspersonal.

Die Regierung Michel will am Kampf gegen die Schwarzarbeit im Gaststättengewerbe festhalten und auch die Wirte selbst sind nicht grundsätzlich gegen die Einführung der „Weißen Kassen“, doch sie verlangen einen geringeren Verwaltungsaufwand und eben sinkende Abgaben, sonst würden in dem Sektor viele Arbeitsplätze verloren gehen oder Kneipen, Restaurants, Hotels und andere Gaststätten geschlossen, so die Befürchtungen.

Der Ministerrat der belgischen Bundesregierung will auf jeden Fall vermeiden, dass die Anreize, die das Gaststättengewerbe im Land auch als Unternehmer oder Arbeitnehmer bieten, verloren gehen.