Nationale Suisse zieht sich aus Belgien zurück

Die nationale schweizerische Versicherungsgesellschaft Nationale Suisse mit Hauptsitz in Basel (Foto) verkauft die Tochtergesellschaft Nationale Suisse Belgien sowie zwei Rückversicherungs-Agenturen. Nationale Suisse setzt damit einen wichtigen Schritt in Richtung des 2014 angekündigten Rückzugs aus Belgien. Für Nationale Suisse ist Belgien offenbar strategisch nicht mehr wichtig.

Nationale Suisse verkauft die belgische Tochtergesellschaft Nationale Suisse Belgien an die Enstar Group. Die beiden auf spezifische Risikoversicherungen spezialisierten Agenturen Vander Haeghen & C° (z.B. Oldtimer) und Arena (Sportversicherungen) werden in Torus Insurance, die operative Rückversicherungs-Gesellschaft von Enstar, integriert. Die drei verkauften Gesellschaften generierten bisher über 70 % des Prämienvolumens von Nationale Suisse in Belgien.

Nach einer eingehenden Überprüfung hat Nationale Suisse 2014 beschlossen, den belgischen Markt nicht mehr als strategisch wichtig einzustufen und zieht sich jetzt von hier zurück. Der Verkauf wird vollzogen, sobald die zuständigen Wettbewerbsbehörden diesem Eigentümerwechsel zugestimmt haben. Der Verkaufspreis beläuft sich auf insgesamt 33,7 Mio. €. Die im Zuge der Transaktion für Nationale Suisse Belgien notwendig werdenden Umstrukturierungs-Maßnahmen sollen innerhalb eines noch auszuhandelnden Sozialplans umgesetzt werden.

Nach dem Abschluss dieser Transaktion wird Nationale Suisse nur noch mit L‘Européenne, einer auf Reiseversicherungen spezialisierten Gesellschaft, am belgischen Markt vertreten sein. Für L‘Européenne ist die strategische Überprüfung noch im Gange. Zudem will Nationale Suisse weiterhin im Versicherungsgeschäft für Kunst über die Tochtergesellschaft am belgischen Markt aktiv bleiben. Nationale Suisse war seit 1909 in Belgien aktiv. Bis Ende der vergangenen Woche wollte noch niemand bei Nationale Suisse den Vorgang kommentieren.