"Der Karneval in Aalst wird so sicher wie nie zuvor!"

Der berühmte Karneval von Aalst in der Provinz Ostflandern, der wieder rheinische Karneval am kommenden Wochenende stattfindet, wird die am besten abgesicherte Ausgabe werden, die jemals organisiert wurde. 350 Polizisten und 80 Kameras werden das Geschehen im Auge behalten. Die Stadtverwaltung hat sogar ein Szenario vorbereitet, für den Fall, dass etwas passieren sollte.

Christoph D’Haese (N-VA - kl. Foto), der Bürgermeister von Aalst, ist formell: „Ich habe noch nie so viel Zeit in die Sicherheit des Karnevals investiert, wie jetzt.“ Er will sich trotzdem, wie jedes Jahr, ins Gewühl stürzen: „Der Karneval bleibt der gleiche, wie in den vergangenen Jahren. Die Leute werden von den Sicherheitsmaßnahmen nichts merken.“

Aber, D’Haese wird wohl eine kugelsichere Weste tragen müssen: „Die Sicherheitszelle hat mir in der Tat zu einer solchen Weste angeraten. Wir werden das noch analysieren, doch es wird wahrscheinlich so sein, dass ich dem Rat folge und eine solche Weste anziehen werde.“ Das die Sicherheit beim Karneval von Aalst derart im Auge behalten wird, hat seinen Grund. Dieser Karneval ist dafür bekannt, keinem auch noch so brisanten Thema aus dem Weg zu gehen. Ob die Themen IS, Charlie Hebdo oder Terrorgefahr hier ihren Niederschlag finden, ist noch nicht deutlich. Die Stadt Aalst will hier nichts verbieten und rechnet mit dem gesunden Verstand der Karnevalisten.

Die großen Aalster Karnevalsgruppen gaben an, diese Themen dieses Jahr nicht aufgegriffen zu haben, doch kleinere Gruppen oder Einzelpersonen können durchaus spontan auf das aktuelle Geschehen in der Welt eingehen. Ihnen rät der Bürgermeister, ihre Pläne bis zum Umzug am kommenden Sonntag geheim zu halten, damit nichts im Vorfeld über die Medien bekannt wird. Sonst könnte man zum potentiellen Anschlagsziel werden, so die Befürchtung. Doch nach Ansicht der Stadtväter soll niemand aus Angst vor Terror von einem Besuch des Aalster Karnevals absehen: „Der Karneval von Aalst wird ein großes und sicheres Fest!“