Vier Delhaize-Filialen vor Schließung gerettet

Im Juni 2014 hatte die belgische Warenhauskette Delhaize bekanntgegeben, 14 Filialen schließen zu wollen. Jetzt konnten im Rahmen von Sozialverhandlungen vier von Schließung bedrohte Delhaize-Geschäfte vor der Schließung gerettet werden. Für einige andere steht aber das definitive Aus fest.

Die Sozialverhandlungen zwischen Direktion und Gewerkschaften bei Delhaize sind zu Ende gegangen. Danach soll es für vier Supermarktfilialen einen Rettungsplan geben: Herstal bei Lüttich, Dinant (Prov. Namur), Tubize (Wallonisch-Brabant) und Diest (Flämisch-Brabant).

Für 10 weitere Märkte soll laut RTBF aber die definitive Schließung feststehen. Das sind Eupen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Aarschot, Berlaar, Genk (Stadsplein), Kortrijk (Ring), La Louvière, Lommel, Dendermonde (Oude Vest), Turnhout und der Delhaize-Verhaeren im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek.

Am kommenden Montag steht eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Delhaize-Chefetage an. Am kommenden Donnerstag soll dann ein entsprechendes Abkommen zwischen den Sozialpartnern unterzeichnet werden. Durch die Rettung der vier oben genannten Märkte sinkt die Zahl der von Entlassung bedrohten Delhaize-Mitarbeiter von ursprünglich 2.500 auf 1.800.

Was haben Direktion und Gewerkschaften ausgehandelt?

  • Statt ursprünglich 2.500 zu streichenden Jobs sind „nur“ noch 1.800 übrig geblieben.
  • Nicht 14, sondern „nur“ 10 Delhaize-Märkte werden geschlossen.
  • Die bisher bezahlte 15minütige Arbeitspause wird nicht mehr vergütet.
  • Prämienkürzungen werden netto kompensiert.
  • Auf hohe Gehaltseinbußen, es war die Rede von 90 € monatlich, wurde weitgehend verzichtet.
  • Keine direkten Entlassungen, denn die Abgänge sollen auf freiwilliger Basis oder über Frührenten-Regelungen ab 55 Jahre erfolgen.
  • Der Entwurf des Abkommens wird den Mitarbeitern jetzt von den Gewerkschaften zur Abstimmung vorgelegt.