Flandern: Unterstützung für arbeitslose Jugendliche

Das belgische Bundesland Flandern will in den kommenden drei Jahren über 6.000 arbeitslosen Jugendlichen ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung bei der Suche nach einem Job helfen. Dazu macht Flandern rund 11 Mio. € frei.

Mehr als 6.000 Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren, die niemals einen Abschluss gemacht haben, will Flandern mit einem umfangreichen Programm zu einem Arbeitsplatz verhelfen. Dazu macht Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA - kl. Foto) in den kommenden drei Jahren 11 Mio. e frei. Ziel ist, diesen Jugendlichen eine intensive und maßgeschneiderte Begleitung bei der Jobsuche zur Seite zu stellen.

Doch nicht nur die Behörden und die Arbeitsämter sollen hierbei eine Rolle spielen, sondern auch die Vereinswelt, z.B. die Sportvereine oder deren Verbände, wie Landesarbeitsminister Muyters am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Man muss ihnen beibringen, zeitig zu sein und ein Stück weit Autorität, wie von einem Coach oder einen Trainer anzunehmen. Aber, da ist auch der Part des gewinnen Lernens, des Lernens zu verlieren, zu kommunizieren oder im Team zu arbeiten. Das sind Dinge, die auch im Job hat. Ich glaube, dass man da auf eine ganz andere Weise mit umgehen soll. Vielleicht waren diese Jugendlichen auf der Schulbank noch nicht reif dafür, doch vielleicht klappt dies in den Sportclubs. Lasst uns das mal versuchen.“

So ganz neu ist diese Art der Begleitung bei der Arbeitssuche bei Jugendlichen in Flandern nicht. Doch bisher konnten von ähnlichen Projekten nur Jugendliche aus den 13 flämischen Zentrumsstädten profitieren. Jetzt weitet Arbeitsminister Muyters dies auf ganz Flandern aus: „Bisher hatten wir 3.000 Plätze in zwei Jahren und jetzt haben wir 6.200 Plätze für die Dauer von drei Jahren.“

Talente entdecken

Über diese Art der Begleitung lernen diese Jugendlichen, ihre Talente zu entdecken. Über Ausbildungen, Praktikumsstellen und Kurze zur Bewerbung soll ihnen der Weg bei der Jobsuche leichter gemacht werden. Und vielleicht, so die Hoffnung in dieser Sache, überlegt sich ja der eine oder andere Betroffene, sein Diplom nachzumachen oder eine konkrete Berufsausbildung in Angriff zu nehmen.