Hohe Kosten: Soldaten im Straßenbild

Der Einsatz von Soldaten, die die Polizeikräfte in Belgien anläßlich der Terrorwarnstufe 3 bei der Bewachung von Gebäuden und Personen unterstützen sollen, kostet die ersten beiden Wochen insgesamt über eine halbe Millionen Euro. Das hat der belgische Innenminister Jan Jambon (N-VA) im zuständigen parlamentarischen Ausschuß bekannt gegeben.
Nicolas Maeterlinck

Wie vereinbart bezahlt die Armee die Grundgehälter von dreihundert Soldaten, die besonders gefährdete Plätze in Brüssel, Antwerpen, Lüttich, Verviers und Huy bewachen.

Die Zusatzkosten, die sich aus den Einsätzen ergeben, zum Beispiel Nacht- und Wochenendprämien für die Soldaten, werden vom Innenministerium übernommen.

Für die ersten beiden Wochen der Einsätze werden die variablen Kosten auf 634.885 Euro geschätzt, antwortete Jambon auf Fragen der liberalen Kammerabgeordneten Katja Gabriëls (Open VLD).

"515.905 Euro davon sind Personalkosten und 118.940 Euro fließen in die Arbeitskosten, zum Beispiel in Material", sagte der Minister.

Die Anwesenheit der Soldaten auf der Straße wurde schrittweise erhöht. Am Samstag, 17. Januar, waren zunächst 150 Soldaten im Einsatz in Brüssel und Antwerpen. Am Donnerstag erschienen dann auch Fallschirmspringer in Lüttich und Verviers und die maximal vorgesehene Zahl von dreihundert war erreicht.

Die Unterstützung der Polizei durch Soldaten dauert noch mindestens bis Montag, 23. Februar. Die Koordinationsabteilung zur Gefahrenanalyse (OCAD) hat entschieden, dass der Terroralarm der Stufe drei (von vier) noch mindestens bis zu diesem Datum in Kraft bleibt.