"Volvo Cars ist in Gent um hier zu bleiben"

Hakan Samuelsson, der Chef des schwedischen Autobauers Volvo, sagte nach einem Treffen mit mehreren flämischen Politikern, dass sein Unternehmen nicht vor habe, den Standort Gent zu verlassen. Ganz im Gegenteil: „Volvo Cars ist schon seit 50 Jahren in Gent und wir sind hier, um zu bleiben. Gent hat einen sehr wichtigen Platz in unserem Unternehmen.“

Volvo-Boss Hakan Samuelsson hatte sich am Freitag mit Bundeswirtschaftsminister Kris Peeters (CD&V), Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois und Flanderns Arbeits- und Wirtschaftsminister Philippe Muyters (beide N-VA) zu Gesprächen getroffen. Dies war bereits die dritte entsprechende Gesprächsrunde innerhalb von zwei Jahren.

Thema des Treffens zwischen der Volvo-Chefetage und den Regierungen Belgiens und des Bundeslandes Flandern war ein Gedankenaustausch über Gegenwart und Zukunft des schwedischen Autobauers am Standort Gent und die Möglichkeiten, die Automobilindustrie in unserem Land zu unterstützen.

Samuelsson sprach nach Ablauf des Treffens von einem sehr guten Gespräch: „Unsere wichtigste Frage bleibt aber, in wie fern Belgien sein Wettbewerbsniveau verbessern kann.“ Der Volvo-Boss wiederholte noch einmal, dass er die kleinere Produktionsplattform CMA nach Gent bringen wolle. Diese Plattform soll Volvo Cars in Gent zu einem Zentrum für kleinere Kompaktautos innerhalb des Konzerns machen. Entsprechender Produktionsbeginn soll 2018 sein, wie Mark De Mey, der Sprecher von Volvo Gent angab. Auf Basis der CMA-Plattform sollen hier auch Hybrid-Fahrzeuge gebaut werden.

Volvo erwartet, dass der Markt für Kompaktfahrzeuge in Europa weiter boomen wird. Volvo investiert auf absehbare Zeit hin rund 10 Mia. € weltweit. Ein Großteil dieser Investition fließt dabei in die Entwicklung neuer Produkte. Im Laufe der kommenden vier Jahre sollen überdies alle derzeit aktuellen Modelle der schwedischen Traditionsmarke durch neue Modelle ersetzt werden.

Wie viel Geld letztendlich in Gent investiert wird, ist noch unklar. Volvo-Sprecher Mark De Mey geht von bis zu 100 Mio. € und CEO Samuelsson sagte abschließend dazu: „Garantien hat man nie, doch die vielen Millionen, die wir investieren, sind die beste Garantie.“