Feuerwehr kann seit Januar nicht mehr anwerben

Seit Jahresanfang können die Berufsfeuerwehren in Belgien kein neues Personal mehr anwerben. Wie die frankophone Tageszeitung L’Avenir am Montag meldet, liegt dies an der Blockierung eines entsprechenden Königlichen Erlasses, der die Ausbildungsbestimmungen bei der Feuerwehr regelt.

Marc Gilbert, der Vorsitzende des Verbandes der Belgischen Feuerwehrkorps, gab gegenüber L’Avenier an, dass derzeit alle Bereiche für die Zulassung von Bewerbern blockiert seien: Gesundheitstests, physische Tests, die Ausbildung an sich und die Aufstiegsmöglichkeiten für längst im Dienst befindliche Feuerwehrleute, die über eine Zusatzausbildung befördert werden möchten.

Allerdings, so Gilbert, liege ein Abkommen aller Beteiligten vor: Finanzinspektion, Länder und Regionen, Gewerkschaften usw. Doch alles stehe derzeit wieder zur Disposition. Der Feuerwehr-Vorsitzende schiebt die Schuld in Richtung des belgischen Innenministeriums: „Nie bittet man und um unsere Ansicht. Ich habe den Innenminister noch nie gesehen.“

Im Kabinett von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) wird diese Kritik zurückgewiesen. Hier sei man nicht an der Blockierung des Erlasses schuld. Aber der Entwurf zum entsprechenden Königlichen Erlass weise Lücken auf, weswegen die Ausführung davon derzeit auf Eis liege, so die flämische Tageszeitung De Standard dazu.