Flandern: 2014 Rekordzahl soziale Kredite gewährt

Im vergangenen Jahr wurde rund 7.000 Haushalten im belgischen Bundesland Flandern ein sozialer Kredit zuerkannt. Solche Kredite vergeben der Flämische Wohnungsfonds und die Flämische Gesellschaft für Soziales Wohnen. Solche Kredite werden Haushalten gewährt, die über zu wenig Eigenkapital verfügen, um ein Haus zu kaufen oder zu renovieren.

Mit rund 7.000 gewährten sozialen Krediten wurde im vergangenen Jahr in Flandern ein Rekord erreicht. Noch nie zuvor wurden derart viele entsprechende Kredite vergeben. Die Gesamtsumme betrug 2014 in diesem Bereich rund 1,2 Mia. €.

Das System funktioniert folgendermaßen: Das belgische Bundesland Flandern leiht bei den Banken Geld zu bestimmten Konditionen und gewährt mit diesem Geld über die beiden sozialen Wohnungsbaugesellschaften des Landes, der Flämische Wohnungsfonds und die Flämische Gesellschaft für Soziales Wohnen, sozial schwächeren Haushalten Kredite zu günstigen Tarifen, damit diese ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder renovieren können. Die flämischen Landesbehörden begleichen dabei den Zinsunterschied zu den Banken.

Als Grund für den „run“ auf soziale Wohnkredite in Flandern wird die stets strengere Haltung der Banken kapitalschwächeren Haushalten gegenüber angegeben. Heutzutage verlangen die Banken nach Berechnungen der sozialen Wohnungsbaugesellschaften rasch 50.000 € Eigenbeteiligung im Zuge der Vergabe von Krediten. Über einen Sozialkredit ist aber möglich, 100 % der gesamten erforderlichen Summe aufzunehmen und zudem ist der Zinssatz hier deutlich geringer.