Finanzamt eröffnet Jagd auf Fußballstars

Der belgische Fiskus hat die Einkünfte von Spitzenverdienern im Fußball im Visier. Mehrere Zeitungen berichten, dass es im Zuge luxemburgischer Steuersparmodelle auch um ausländische Spitzenfußballer geht. Mögliche Unregelmäßigkeiten waren im November im Zuge der LuxLeaks-Affäre ans Licht gekommen.

Betroffen sind auch einige Rote Teufel, Spieler der belgischen Nationalmannschaft, die über eine Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg ihre Werbeeinnahmen abwickeln. In Belgien gilt hierfür eine Steuersatz von 34 % und in Luxemburg nur 4 %.

Diese Konstruktion ist laut Steuerexperten absolut legal, wenn die Geschäftsführung dieser Gesellschaft ihren Sitz im Großherzogtum Luxemburg hat. Falls dies nicht der Fall ist, können die Einnahmen auch in Belgien besteuert werden. Genau das wird momentan vom Finanzamt überprüft.

Sowieso kündigte das Finanzamt an, dass der belgische Profifußball schon seit 2014 verschärft kontrolliert wird. Geprüft wird, ob die belgische Steuergesetzgebung korrekt angewandt wird. Betroffen sind hiervon Spieler, Makler und Vereine.

Den belgischen Fußball-Nationalspielern Eden Hazard, Thibaut Courtois (beide FC Chelsea), Kevin Mirallas (FC Everton) und Divock Origi (OSC Lille) steht angeblich eine Steuerprüfung bevor.