Birnen aus Limburg auf dem Weg über den Atlantik

Birnen aus der flämischen Provinz Limburg dürfen jetzt auch nach Kanada exportiert werden. Vorläufig handelt es sich dabei noch um eine Art Probezeit, doch wenn die Limburger Birnen tatsächlich am kanadischen Markt ankommen, könnten jährlich bis zu 10.000 Tonnen dorthin geliefert werden.
Nicolas Maeterlinck

Nach Meldungen der flämischen Tageszeitungen Het Belang Van Limburg und Het Niewsblad könnte Kanada einer der neuen Absatzmärkte für Birnen aus der Provinz Limburg sein. Seit dem russischen Handelsboykott suchen Flanderns Obstbauern und Birnenzüchter nach neuen Ansatzmärkten.

Nach Angaben von Philippe Appelthans, dem Generalsekretär des Verbandes der Belgischen Agrarversteigerungen (VBT), waren die Exportverhandlungen mit den kanadischen Behörden sehr schwierig: „Das war nicht einfach. Die Kanadier haben sehr strenge Bedingungen gestellt. Sie wollen koste, was es wolle vermeiden, dass Infektionen, Krankheiten oder Schimmel über den Import von Lebensmitteln ins Land kommen.“

Die Export-Zertifikate für Birnen für Kanada werden von der belgischen Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit (FVV) ausgestellt: „Momentan handelt es sich hierbei noch um eine Testphase. Verläuft diese positiv, können wir die Ausfuhr erhöhen. Jährlich 10.000 Tonnen Birnen nach Kanada ausführen zu können, wäre ein Erfolg für uns.“