Kein Indexsprung für die Mietpreise in Belgien

Die belgische Mitte-Rechts-Regierung hält zwar an ihrem Vorhaben fest, im Zuge der Sparpläne einen Indexsprung für Löhne und Gehälter in diesem Jahr durchzuziehen, doch im Bereich der Mietpreise in Belgien ist dies nicht vorgesehen, wie das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd meldet.

Nach Ansicht von De Tijd müssen die Mieter in Belgien mittelfristig mehr Anteile ihres Einkommens ins Wohnen fließen lassen. Die Regierung um Premierminister Charles Michel (MR) hat offenbar vor, Löhne und Gehälter dieses Jahr einzufrieren, aber gleichzeitig lässt sie die Mieten weiter steigen.

Laut De Tijd verlautet aus Regierungskreisen, dass ein Indexsprung in Sachen Mietpreise derzeit nicht auf dem Tisch liege. Man wolle die Maßnahmen, sprich die Sparvorhaben, so einfach wie möglich halten und habe nicht vor, alles anzupassen.

Die Mieten würden einmal pro Jahr, und zwar jeweils beim Jahrestag des Unterzeichnens des Mietvertrags, erhöht, bzw. an die Lebenshaltungskosten angepasst und das bleibe auch so. Keine der Mehrheitsparteien will offenbar auf die entsprechende Meldung von De Tijd reagieren.

Allerdings stehe die christdemokratische Partei CD&V in der Frage unter Druck von Seiten der Gewerkschaften. Diese Fordern, dass wenn der Indexsprung bei den Einkommen unvermeidbar ist, bei den Mieten ebenfalls ein solcher Schritt folgen soll. Der Indexsprung bei Löhnen und Gehältern steht in der kommenden Woche zur Abstimmung auf der Agenda der belgischen Bundesregierung.