EU-Propaganda-Büro gegen Terrorismus geplant

Europa hat ein Gegengewicht gegen die Propaganda der Extremisten nötig, deshalb soll schon bald ein europäisches Propaganda-Büro gegen Terrorismus eingerichtet werden. Das hat der belgische Innenminister Jan Jambon (N-VA) (Foto) auf einer Antiterrorkonferenz in Washington angekündigt.

Abgesandte aus über 60 Ländern besuchen die Konferenz und diskutieren darüber, warum Terrorgruppen wie der Islamische Staat (IS) junge Menschen aus dem Westen in ihren Bann ziehen.

Auch der belgische Innenminister Jan Jambon (N-VA) ist in Washington, denn gerade Belgien hat mit Syrienrückkehrern zu kämpfen.

Mit einer Gegenpropaganda sollen jetzt potenzielle junge Dschihadisten von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Ein europäisches Propaganda-Büro soll zum Beispiel über Internet oder in Form von Fernsehwerbung gefährdete junge Leute vor den Extremisten warnen, sagt Minister Jambon.

"Es läuft in der Tat darauf hinaus, den Jugendlichen, die sich eventuell von Botschaften extremistischer Kräfte verleiten lassen, eine Gegendarstellung zu bieten und ihnen zu sagen, überlegt es Euch gut, bevor Ihr mit so etwas anfangt. Denkt daran, was Ihr zurücklasst und was Ihr dafür bekommt."

"Derzeit lassen wir Extremisten sämtliche Werbetrommeln rühren. Wir müssen dem etwas entgegenstellen", so Jambon noch.

Vierter Verdächtiger festgenommen

Belgien hat immer wieder mit jungen Dschihadisten zu kämpfen. So ist gerade erst ein vierter Verdächtiger in den Ermittlungen nach möglichen Syrienkämpfern, die vor kurzem am Flughafen von Charleroi verhaftet wurden, festgenommen worden.

Der Mann muss noch am heutigen Freitag vor Gericht erscheinen.