Laurent: Der Prinz, der sich für den Koran begeistert

Nein, er sei nicht zum Islam konvertiert, heißt es einem Interview, das der Prinz mit der Zeitung La Dernière Heure machte. Dennoch fasziniere ihn die arabische Welt. Er habe den Koran gelesen, denn das sei das einzige Buch für alle Arabischsprachigen. Er könne arabisch lesen, ohne die Sprache zu verstehen und zu sprechen, fügt der älteste Sohn von König Albert II. noch hinzu. Die Begeisterung für diese Sprache habe er an seine Kinder weitergeben können, die mit einer Privatlehrerin arabisch lernten.

Arabisch sei eine der wenigen Sprachen, erzählt Laurent in dem Interview, die einem auch gleich den kulturellen Hintergrund mitliefere. Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen erfahre man beim Erlernen der Sprache auch gleich alles über die Mentalität der Leute.

Das sei der Grund, warum Laurent wolle, dass seine Kinder diese Sprache erlernten. Seine drei Kinder könnten bereits das arabische Alphabet aufsagen und lernten zudem die Kalligraphie. Sie empfingen regelmäßig Freunde arabischer Herkunft zu Hause.

Seine Liebe zur arabischen Welt habe er übrigens über eine Muslimin entdeckt, die er sehr verehrte, erzählt Laurent offenherzig. Sie sei eine außergewöhnliche Frau gewesen. Von der Sprache ausgehend habe er sich dann für den Koran interessiert. Der Koran sei das einzige Buch, das in einem Arabisch geschrieben sei, das allen zugänglich sei.

Für den Prinzen ist übrigens jede Sprache gleichwertig. Keine Sprache stehe über einer anderen. Das Erlernen der niederländischen Sprache sei demnach ebenso wichtig wie das Erlernen jeder anderen Sprache.

Laurent: "Ich habe Kontakt zu den Toten"

Neben arabisch interessiert sich der Prinz aber auch für alles, was mit dem Tod zusammenhängt. Vor knapp einem Jahr lag der Prinz im Koma. Seither hat er offenbar ein ganz besonderes Verhältnis zum Tod und zu den Toten. Er hole sich Rat bei Ihnen, so der Prinz.

Er habe drei Seelenverwandte und stehe fast täglich in Verbindung zu ihnen.