Gestrandete Touristen wieder sicher in Zaventem

Mit einer Verspätung von 45 Stunden sind die 200 belgischen Touristen, die im Transitbereich des Flughafens von Miami festsaßen an diesem Montagmorgen sicher auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem gelandet. Das hat der Sprecher der Gesellschaft Jetair, Hans Vanhaelemeesch, bestätigt. Jetair will nun analysieren, wie solche Situationen in Zukunft vermieden werden können.

Jetair informierte die Passagiere an diesem Montag auch darüber, dass diese mit einer Entschädigungszahlung von jeweils rund 600 Euro für die Unannehmlichkeiten rechnen könnten. Passagiere, die Zusatzkosten hatten, könnten zudem eine Rechnung einreichen.

Der Flug JAF518 hätte bereits am Samstag, 21. Februar, um 09.20 Uhr am Brüsseler Flughafen landen müssen. Infolge technischer Probleme und eines Missverständnisses beim Einchecken konnte der Flug erst am Sonntagabend gegen 21.15 Uhr belgischer Zeit abfliegen.

Während des gesamten Wochenendes waren die Passagiere im Transitbereich zurückgelassen worden. Sie beschwerten sich darüber, dass sie nicht ausreichend informiert worden seien sowie über eine mangelnde, beziehungsweise fehlende Unterbringung und Versorgung. Zeugen berichteten offenbar, dass einige Passagiere zwei Nächte lang auf dem Flughafen von Miami verbringen mussten und nicht einmal eine Decke zum Schlafen bekommen hätten.

Jetair will solche Situationen künftig auf jeden Fall vermeiden, heißt es bei der Gesellschaft. Man habe deshalb eine ausführliche Untersuchung angeordnet und werde analysieren, welche Maßnahmen genommen werden könnten, betont Vanhaelemeesch. Er wies auch darauf hin, dass normalerweise im Fall von Verspätungen keine solche Situation eintrete.

Am Samstag hatte der Sprecher bereits erklärt, dass die amerikanische Gesetzgebung Jetair daran gehindert habe, die Passagiere am Flughafen aufzusuchen.