Belgien fordert unabhängige Untersuchung von Nemzow-Mord

Der Vizepremier und Außenminister Belgiens, Didier Reynders, ist über den Mord an Boris Nemzow (großes Foto) in der Nacht zum Samstag in Moskau geschockt und verurteilt die Tat, lässt das Außenministerium über eine Pressemitteilung wissen. Nemzow war ein eifriger Verfechter des Kampfes gegen Korruption und Veranstalter von Friedensmärschen gegen den Krieg in der Ukraine.
AP2014

Belgien pädiere für eine unabhängige Untersuchung des Falls, so dass die Wahrheit ans Licht kommen könne und der oder die Täter gefunden und bestraft würden, so Reynders (kleines Foto) in dem Pressebericht am Samstag.

Der Außenminister spricht der Familie und den Freunden von Boris Nemzow sowie dem russischen Volk, das einen der eifrigsten Kämpfer für Recht und Freiheit verloren habe, auch sein Beileid aus, heißt es weiter.

Nemzow wurde am Freitagabend auf einer Brücke nahe des Kreml in Moskau von einem Unbekannten erschossen. Er galt als einer der größten Kritiker von Präsident Wladimir Putin.

Nur wenige Stunden vor dem Attentat hatte Nemzow dem Kreml-Chef im Radiosender Moskauer Echo erneut eine "unsinnige Aggression gegen die Ukraine" vorgeworfen. Sie habe die russische Wirtschaft in die Krise gestürzt.

Putin ließ über einen Sprecher wissen, dass das "brutale Attentat" auf eine Auftragsmord hinweise und eine "große Provokation" sei.