Klagen über Klagen bei Nahverkehrsgesellschaft

Beim flämischen Ombudsdienst sind 2014 über 51.000 Beschwerden eingegangen. Das sind knapp 4.000 mehr als im Jahr davor. Die meisten Beschwerden bekommt der Service der Nahverkehrsgesellschaft De Lijn: 35.000 Klagen betreffen allein diesen Dienst. Trotzdem findet der Ombudsmann Bart Weeckers, dass das gar nicht so negativ sei.

Ein Großteil der Beschwerden betrifft Geldbußen. Nachdem sich der Ombudsdienst eingeschaltet hatte, wurde ein Viertel der Geldbußen eingestellt.

Der Ombudsmann Bart Weeckers betonte im VRT-Radio am Sonntag hierzu: "Viele Geldbußen werden für Menschen ausgestellt, die eigentlich ein Abonnement haben, die aber ihr Abonnement zum Beispiel vergessen haben."

"Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich ganz zufrieden über den Umgang von De Lijn mit Geldbußen für Schwarzfahrer. In 3 von 4 Fällen ist man streng und in einem von 4 Fällen werden die Bußen eingestellt. Das ist ein prima Verhältnis."

Der flämische Ombudsdienst veröffentlicht ein Mal im Jahr, jeweils am 1. März, das flämische Beschwerdebuch, das heißt die Sammlung aller Beschwerden, die bei den öffentliche Behörden über verschiedene Beschwerdestellen eingehen. Auch Klagen über unseren öffentlich-rechtlichen Sender VRT und über die flämische Familienbehörde Kind & Gezin werden in dem Buch aufgeführt.

Bei der VRT gingen letztes Jahr 3.805 Beschweren ein. Das sind 246 mehr als im Jahr davor. Ein Großteil der Beschwerden betrifft die Programmgestaltung. Es hat aber auch 76 Beschwerden über die Fußball-WM in Brasilien und 67 über die Wahlen von 2014 gegeben. Außerdem gehen bei der VRT auch täglich Klagen über misslungene Aufnahmen infolge von Problemen mit elektronischen Programmführern (EPG) ein.

Am 1. April stellt der flämische Ombudsmann seinen Jahresbericht dem Parlament vor.