Belgier bei Anschlag in Bamako/Mali getötet

Bei einem Anschlag auf ein Restaurant in Bamako, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Mali, sind in der Nacht zum Samstag mindestens vier Personen ums Leben gekommen. Darunter ist auch ein Belgier, wie das Außenamt in Brüssel bestätigte.

Kurz vor Mitternacht haben ein oder zwei Täter das bei Ausländern beliebte Restaurant „La Terrasse“ in Bamako gestürmt, eine Granate gezündet und das Feuer auf die dort Anwesenden eröffnet.

Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben: Ein Belgier, ein Franzose, ein Polizist und ein Wachmann. Unbestätigten Meldungen zufolge soll eine fünfte Person in einem Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen sein. Mindestens zehn weitere Personen wurden bei dem Anschlag verletzt. Die Polizei in Bamako gab an, zwei Verdächtige gefasst zu haben.

Drohungen gegen sein Restaurant mit angeschlossenem Nachtclub habe er nicht erhalten, so der Bertreiber des Etablissements. Und doch ist dieser Anschlag nach Angaben von Beobachtern kein Zufall. Vor rund zwei Jahren griff die französische Armee in den Bürgerkrieg in Mali ein, in dem die dortige Armee gegen Touareg-Rebellen und mit ihnen verbündete al-Kaida-Gruppen kämpften.

Am vergangenen Sonntag war der Versuch, ein Friedensabkommen für Mali zu schließen teilweise gescheitert. Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) verurteilte die Tat via Twitter und sagte: „Ich verurteile diesen feigen Terror, der einmal mehr in Bamako zugeschlagen hat. Ich denke an die Opfer und an ihre Angehörigen.“ Auch Belgiens Premierminister Charles Michel (MR) reagierte auf Twitter ähnlich.

Belgien leitet Ermittlungen ein

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel hat nach dem Tod des belgischen Anschlagsopfers in Bamako unverzüglich Ermittlungen eingeleitet. Derzeit halten sich ein Richter und zwei Polizeibeamte aus Belgien in Mali auf. Sie sollten eigentlich mit den belgischen Vertretern der EU-Ausbildungsmission in Mali zusammentreffen. Der bei dem Attentat ums Leben gekommene Landsmann gehörte zu dieser 50 Personen umfassenden Gruppe von belgischen Soldaten. Jetzt haben die Polizisten und der Jurist Kontakt zu den malischen Behörden aufgenommen, um im Fall des Attentats bei den Ermittlungen helfen zu können.