Das belgische Konsulat in Köln schließt Ende Mai

Das belgische Generalkonsulat der Cäcilienstraße in Köln wird Ende Mai geschlossen. Die Schließung erfolgt im Zuge der Sparmaßnahmen der belgischen Bundesregierung. Belgische Staatsbürger, die in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder im Saarland leben, müssen sich ab Juni an die belgische Botschaft in Berlin wenden.

Hintergrund der Schließung des so genannten „Belgischen Hauses“ in Köln sind die Sparmaßnahmen des Außenministeriums in Brüssel, von der eine ganze Reihe von Botschaften und Generalkonsulaten überall auf der Welt betroffen sind. Das Kölner Konsulat wird leider schon am 31. Mai seine Dienste für die in Westdeutschland lebenden Landsleute einstellen, wie auch die Blätter des Aachener Zeitungsverlags am Freitag meldeten.

Was danach mit dem Gebäude geschieht, ist ungewiss. Dort sind (noch) verschiedene belgische Einrichtungen aus Bund, Ländern und Regionen vertreten. Das belgische Bundesland Flandern z.B. ist verstimmt darüber, dass der Föderalstaat „Köln dicht macht“. Nicht zuletzt ist das „Belgische Haus“ ja auch eine Kultur-Institution in Köln.

Das belgische Außenministerium teilt auf der Internetseite des Kölner Konsulats mit, dass alle hier gemeldeten Dossiers oder Anfragen belgischer Staatsbürger von Köln aus  nach Berlin an die dortige belgische Botschaft weitergeleitet werden.

Wer einen Personalausweis, einen Reisepass oder eine andere Urkunde von Staat braucht, muss sich also in Zukunft an die Berliner Adresse wenden. Aber, die Belgier haben aber auch die Möglichkeit, neue Ausweise oder ähnliche Dokumente in Belgien selbst zu beantragen. Sie können sich z.B. an die entsprechenden Einwohnermeldeämter ihres letzten Wohnsitzes in Belgien richten.

Wer allerdings in Deutschland zur Welt gekommen ist und bisher noch nie in Belgien wohnte, der muss sich wohl oder übel entweder an die belgische Botschaft in Berlin oder an das Außenamt in Brüssel wenden. Das Kölner Konsulat wird nur noch bis zum 20. Mai entsprechende Anträge entgegennehmen.

In Köln wird die Schließung bedauert

In Köln selber wird die Schließung des belgischen Konsulats mit Bedauern begleitet. Dort macht man sich besonders große Sorgen um die Zukunft des „Belgischen Hauses“ an sich - z.B. als Kulturinstitution, wie ein interessanter Beitrag der „Kölnischen Rundschau“ vom 23. Januar dazu berichtet: „Zukunft des Belgischen Hauses ist ungewiss.“