Setzt Belgien nach 2025 weiter auf die Atomkraft?

Belgiens Energieministerium Christine Marghem (MR) fordert, dass die Nuklearforschung auch nach dem für 2025 geplanten Aus für die heutigen Kernkraftwerke in Belgien bestehen bleibt. Nach einem Besuch in Frankreich plädiert die frankophone Liberale für den Bau von Atomkraftwerken der nächsten Generation.

Energieministerin Marghem (kl. Foto) will die Untersuchung der Möglichkeit, auch in Belgien auf Kernkraftwerke der neuen, vierten Generation zu setzen, fördern. Im aktuellen Regierungsabkommen steht festgeschrieben, dass die derzeit am Netz befindlichen Atommeiler bis 2025 abgeschaltet sein müssen.

Doch die Ministerin will den Weg zur weiteren Nuklearforschung offen lassen, wie die gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion zu erkennen gab:

„Wir haben, genau wie Frankreich, vor, die Forschung und die Entwicklung des nuklearen Bereichs fortzusetzen. Das heißt, dass wir auch in den Jahren 2030 bis 2050 die kleineren Kernkraftwerke der vierten Generation haben werden, die sicherer sind und weniger strahlenden Abfall produzieren.“

Marghem erinnerte auch daran, dass die Kernforschung alleine schon aus Gründen der Medizin in Belgien fortgesetzt werden müsse.

Jasper Jacobs