Südzucker baut auch in Belgien Stellen ab

Südzucker, der größte Zuckerkonzern Europas und Mutterhaus der Zuckerfabrik in Tienen (Provinz Flämisch-Brabant), wird auch in Belgien Stellen abbauen. Ziel ist, bis zu 50 Mitarbeiter in den Vorruhestand zu schicken. Südzucker sieht sich angesichts des Wegfalls der Zuckermarktordnung in der EU ab 2017 zu Einsparungen und Reformen gezwungen.

In erster Linie will die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim die Produktion im südfranzösischen Marseille einstellen, wodurch die dort beschäftigten 80 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. In Belgien sollen am Standort Zuckerfabrik Tienen in Flämisch-Brabant rund 50 Beschäftigte in den Vorruhestand geschickt werden.

Mit dem Wegfall der Zuckermarktordnung in der Europäischen Union ab 2017 steht der Branche eine umfassende Reform bevor. Diese Zuckermarktordnung reguliert bislang den europäischen Markt über Produktionsquoten, Einfuhrzölle und Subventionen auf eine besonders strikte Art und Weise. Doch ohne vorgegebene Quoten fällt der Branche eine Sicherheit weg, die bislang als selbstverständlich galt.

Südzucker beschäftigt nach eigenen Angaben rund 18 000 Mitarbeiter in ganz Europa. Rund 8200 davon arbeiten direkten Zuckerbereich. In der Zuckerraffinerie von „Suiker Tienen“ arbeiten bisher noch knapp 300 Beschäftigte für Südzucker. In Tienen hatten schon vor einigen Jahren 45 Beschäftigte ihren Job verloren. Auch damals wurden einige Stellen über Vorruhestands-Regelungen abgebaut.