Sotheby's: Hoher Erlös bei Hergé-Versteigerung

Bei einer Versteigerung bei Sotheby’s in Paris hat eine Zeichnung des Tim und Struppi-Schöpfers Hergé einen Preis von 453.000 € erzielt. Bei dem Objekt handelte es sich um ein Cover der Comic-Beilage Le petit Vingtième der Tageszeitung Le Vingtième Siècle. Unter den fast 300 jetzt bei Sotheby’s versteigerten Comic-Werken waren auch solche anderer berühmter belgischer Zeichner.

Sotheby’s in Paris versteigerte am Samstag fast 300 Werke von namhaften belgischen und internationalen Comic-Zeichnern und Künstlern, darunter Hergé, Franquin, Schuiten, Frank Pé, Peyo und Midam, aber auch US-Cartoonisten wie Milton Caniff und Will Eisner.

Die angebotenen Werke wurden für eine Gesamtsumme von 3,8 Mio. € an den Mann oder die Frau gebracht, doch die Hergé-Zeichung war das Top-Werk der Versteigerung. Dabei handelte es sich um das Original des Covers der Ausgabe N°49 von Le petit Vingtième vom 15. Dezember 1938. Hergé zeichnete das Cover mit Chinatinte und weißer Farbe.

Es zeigt die wichtigsten Figuren aus dem Schaffen Hergés zu diesem Zeitpunkt: Tim und Struppi, Quick und Flupke und auch das Trio Jo, Jette und Jokko. Das Cover dieser Nummer ist eine Besonderheit, handelt es sich dabei doch um die Jubiläumsausgabe zum 10. Geburtstag von Le petit Vingtième.

Dieses Cover-Original war aber nicht das teuerste je versteigerte Objekt dieser Art. Im Dezember des vergangenen Jahres erzielte das Le petit Vingtième-Cover zum Tim-Abenteuer „Ottokars Zepter“ über eine halbe Million Euro - ein Weltrekord für ein Hergé-Original dieser Art. Der Preis, den die Zeichnung am Samstag bei Sotheby’s in Paris erzielte, lag im Bereich des Schätzwertes, der bei zwischen 450.000 und 480.000 € lag.