Mit Hochbauten die Optik von Belgiens Küste retten

Das Bild der belgischen Nordseeküste ist nicht immer unbedingt schön: Entlang der Strände der Badeorte stößt man in Richtung Küste auf Wände von eintönigen grauen Betonbauten und von Meer aus sehen die bebauten Regionen auch nicht besser aus. Dem wollen einige Küstengemeinden jetzt mit spektakulären Hochbauten entgegenwirken.

Die Hochbauten, die sich einige Stadtväter der belgischen Küstengemeinden vorstellen, um die Optik der Küstenlinie aufzufrischen, sollen „landmarks“ werden. Middelkerke zum Beispiel ist dabei, einen ambitionierten Hochbauplan auszuarbeiten.

In diesem Badeort sollen nach Aussagen von Bürgermeisterin Janna Rommel-Opstaele (Open VLD) gleich mehrere Hochhäuser entstehen: „Ich glaube, dass einige auffallende ‚landmarks‘ nötig sind, um in der heutigen Zeit als Badeort und Küstengemeinde bestehen zu können.“ Das höchste Gebäude in Middelkerke habe 11 Etagen. Die Bürgermeisterin kann sich vorstellen, dass man das verdoppeln könnte: „Wir werden hier aber kein zweites Dubai bauen.“

Ostende hat bereits seit 1969 mit dem Wohnturm „Europazentrum“ (Foto oben) ein Hochhaus. Dieses Gebäude ist mit 104 m Höhe das höchste Gebäude in der Provinz Westflandern und an der Nordseeküste. Trotzdem denkt der Stadtverordnete für Städtebau der Küstenmetropole, Kurt Claeys (Open VLD) daran, weitere Türme bauen zu lassen: „Ein alleinstehender Turm ist einsam. An wohldurchdachten Orten müssen wir in die Höhe gehen können. Für mich kann man bauen, so hoch es geht. The sky is the limit!“

Die Kommunen Knokke-Heist, Koksijde, Nieuwpoort und Blankenberge haben bereits Hochbauplänen zugestimmt oder können sich solche „landmarks“ gut vorstellen. In De Haan, Bredene, De Panne und Zeebrügge hält man von solchen Ideen hingegen gar nichts. Dort stehen bisher keine Hochbauten und es sollen auch keine kommen.